Einblicke zu den laufenden Vorarbeiten im Bereich des westlichen Tunnelportals

Die Vergabe der Bauleistungen im Bereich des westlichen Tunnelportals ist bereits erfolgt. Das Baufeld wurde an den Auftragnehmer, eine Arbeitsgemeinschaft (ARGE) aus drei Bauunternehmen, übergeben. Die vorbereitenden Bautätigkeiten haben mit der Herstellung von Baustraßen, den bauzeitlichen Lärmschutzwänden sowie der Baustelleneinrichtung begonnen.

Über die anstehenden Arbeiten im Zuge des aktuellen Bauabschnittes haben wir in einer Bürgerinformationsveranstaltung im Riederwald am 01.10.2025 informiert.

Riederwaldtunnel: Laufende Vorarbeiten im Bereich des westlichen Tunnelportals
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Das Video zeigt die laufenden Vorarbeiten, darunter Baustelleneinrichtung, Baustraßen, Lärmschutzwände und vieles mehr. Zum Video

 

Ergänzend zum Film einige Hintergrundinformationen:

Die Hauptarbeiten für den aktuellen Bauabschnitt beginnen Ende Januar 2026. Der Bauabschnitt ist ca. 340 m lang. Er beinhaltet das westliche Tunnelvorfeld und den Beginn des Riederwaldtunnels, das sogenannte Westportal.

Das westliche Tunnelvorfeld besteht aus einer Grundwasserwanne (d.h. einem nach oben offenen Betontrog) die sich nach Westen, in Richtung des künftigen Erlenbruchdreiecks aufweitet. Dort wird die A66 aus Fulda an die A661 (Ostumgehung Frankfurt) anbinden.

Um den Erdaushub für das Tunnelvorfeld und den Tunnelbeginn durchführen zu können, muss die Baugrube durch Stahlspundwände wasserdicht eingefasst werden.

Dies erfolgt in mehreren Schritten.

Zunächst wird im Bereich der künftigen Spundwand der vorhandene Boden mittels Austauschbohrungen durch einen Boden ersetzt, in den die Spundwandbohlen leichter eingebracht werden können. Dies wird auch im Video erläutert.

Nachdem die Spundwand fertiggestellt ist, erfolgt der Aushub der Baugrube und die Rückverankerung der Spundwand. Dabei wird sie durch sogenannte Erdanker mit dem hinter der Wand liegenden Erdboden verbunden und abgesichert.

In die fertige Baugrube wird zunächst der sogenannte Flächenfilter eingebaut. Hierbei handelt es sich um eine „Kiesschicht“, die die Grundwasserwanne und die Tunnelröhre umschließt und durch die nach Abschluss der Bauarbeiten das Grundwasser unter der Tunnelröhre hindurchfließen kann.

Im Anschluss werden die Betonbauwerke, d.h. der Grundwassertrog und der aus zwei getrennten Röhren bestehende Tunnelanfang hergestellt.

Abschließend wird die Baugrube verfüllt und die Spundwände werden entfernt.

Nach der Fertigstellung dieses Abschnittes, der bis Ende 2028 vorgesehen ist, starten die Bauarbeiten für den folgenden Tunnelabschnitt.