Planung

Der Riederwaldtunnel ist neben dem künftigen Erlenbruch Dreieck und der neuen Anschlussstelle Borsigallee zentraler Bestandteil des Lückenschlusses zwischen der A 66 und der Ostumgehung Frankfurt A 661. Die geplante Erweiterung des Autobahnnetzes wird die städtischen Straßen im Osten Frankfurts in erheblichem Umfang von Lärm und Abgasen entlasten. 
Ein Projekt, auf das betroffene Anwohner, Pendler und Gewerbetreibende schon seit Langem warten. 
Fahren heute auf der Straße "Am Erlenbruch" noch täglich bis zu 24.000 Autos durch den Stadtteil Riederwald, so sinkt diese Zahl nach dem Bau des Tunnels auf unter 9.000. Auch für Pendler aus dem Umland wird es gravierende Verbesserungen geben: Kein Stau und kurze Reisezeiten. 
Die Baumaßnahme beinhaltet neben den genannten Autobahnabschnitten Erlenbruch Dreieck, Riederwaldtunnel und Anschlussstelle Borsigallee auch die Neugestaltung des Straßenbereiches "Am Erlenbruch" mit Straße, U-Bahn, Geh- und Radwegen sowie umfangreichen Grünflächen.

 

Allgemeine/technische Daten:

  • Gesamtlänge des Lückenschlusses: 2.200 m
  • Länge des Riederwaldtunnels: 1.100 m
  • Bauwerksflächen: Erlenbruch Dreieck mit Trögen 22.000 m², Tunnel: 34.000 m², Anschlussstelle Borsigallee mit Trögen 12.000 m²
  • Erdaushub: 1.100.000 m³
  • Beton: 300.500 m³
  • Stahl: 43.000 t
  • Verkehrsführung: Während der gesamten Bauzeit werden der Straßen- und U-Bahnverkehr sowie die Geh- und Radwegeverbindungen aufrecht erhalten
  • Leitungen der Ver- und Entsorgung werden bereits vor dem Bau des Tunnels neu geordnet und - wo erforderlich - verlegt.
     

Erlenbruch Dreieck

Westlich des geplanten Riederwaldtunnels wird die A 66 im neuen „Erlenbruch Dreieck“ an die Ortsumgehung Frankfurt / A 661 angeschlossen. Im dreietagigen Zentralbauwerk kreuzen sich die Rampen von Norden nach Osten (untere Ebene), von Osten nach Süden (mittlere Ebene) und die A 661 (in Dammlage auf der oberen Ebene). 
Aufgrund des bis zur Geländeoberfläche anstehenden Grundwasserstandes müssen alle Fahrbahnen im Einschnitt in wasserdichten Trögen geführt werden.

Autobahndreieck Erlenbruch

Das Erlenbruch Dreieck: Die gelb markierten Fahrbahnflächen liegen unterhalb des Geländeniveaus (Grundwassertröge). Roter Kreis: Im dreietagigen Kreuzungsbauwerk unterqueren zwei Rampen die A 661. Durch diese kompakte Bauweise kann das Autobahndreieck flächensparend gebaut werden.

 

Riederwaldtunnel

Der Riederwaldtunnel besteht aus zwei baulich getrennten Röhren, die jeweils eine Richtungsfahrbahn aufnehmen. Die Nordröhre (Fahrtrichtung Westen) hat eine Länge von 1.025 Metern. Die Südröhre (Fahrtrichtung Osten) hat eine Länge von 1.095 Metern. Je Richtungsfahrbahn sind drei Fahrstreifen vorgesehen. Links und rechts der Fahrbahn werden Notgehwege angeordnet. Es werden Verbindungen zwischen den Röhren eingerichtet, die als Fluchtwege dienen. Die erste und dritte Verbindung erhält Fluchttüren, die zweite Verbindung in der Tunnelmitte ist zusätzlich für Rettungsfahrzeuge befahrbar. Ebenfalls in der Tunnelmitte werden für jede Richtungsfahrbahn Nothaltebuchten gebaut. Für den Tunnel besteht ein umfassendes Lüftungs-, Überwachungs-, Sicherungs- und Rettungskonzept.

Höhenplan des Tunnels

Längsschnitte der Nord- und Südröhre. In der Tunneldecke sind Ausbuchtungen (Vouten) für Lüftung und Beschilderung zu erkennen.

 

Die Straße „Am Erlenbruch“ ist eine innerstädtische Hauptverkehrsstraße, die bis zur Verkehrsfreigabe des geplanten Neubauabschnitts der A 66 als Lückenschluss zwischen dem vorhandenen Ausbauende der A 66 (provisorische Anschlussstelle Bergen-Enkheim) und der A 661 (Ostumgehung Frankfurt) dient. 
Gleichzeitig verbindet sie die Stadtmitte von Frankfurt mit den Stadtteilen Bergen und Enkheim sowie den Gewerbegebieten im Bereich der Borsigallee. Außerdem hat die Straße Erschließungsfunktion für die angrenzenden Wohngebiete.
Nördlich parallel zur Straße „Am Erlenbruch“ verläuft auf eigenen Gleisen die Trasse der U-Bahnlinien U4 und U7 mit der Haltestelle „Schäfflestraße“. 

Der Bau des Riederwaldtunnels ist in offener Bauweise geplant. Die Straße „Am Erlenbruch“ wird nach der Fertigstellung des Tunnels in nach Norden verschobener Lage wieder hergestellt. Parallel zur neuen Lage der Straße wird auch die neue Trasse der U-Bahn mit der Haltestelle „Schäfflestraße“ geplant. Bedingt durch die Lage des Bauwerks wird die neue Trasse der Straße „Am Erlenbruch“ nach Norden verschoben und um circa 15 Meter abgerückt vom heutigen Bestand geplant. Entlang dieser Trasse werden Radfahrstreifen beziehungsweise Radwege, Gehwege und Parkstreifen angelegt. Um die Andienung der auf der Südseite vorhandenen Bebauung zu ermöglichen, wird entlang der Bebauung - in der Lage des bisher vorhandenen Gehwegs - ein Andienungsweg (Mischverkehrsfläche) angelegt.

3D obere Ebene

Die Kreuzung Haenisch- und Schäfflestraße mit der Straße "Am Erlenbruch". In der Bildmitte die U-Bahn Haltestelle.

 

3D obere Ebene

"Am Erlenbruch", Blick von der Haenischstraße nach Osten. Rechts von der Straße liegt der neue Grünstreifen vor der Wohnbebauung.

 

3D obere Ebene

"Am Erlenbruch", Blick nach Osten. 
Von links nach rechts: U-Bahn, Straße, Parkstreifen, Grünfläche,  Andienungsweg.

 

3D obere Ebene

Ende der Straße "Am Erlenbruch" und Einmündung in den Knotenpunkt mit der Borsigallee und Wächtersbacher Straße.

 

3D obere Ebene

"Am Erlenbruch", Einmündung in den Knotenpunkt Borsigallee und Wächtersbacher Straße.

 

 

 

 

 

Anschlussstelle Borsigallee

Östlich des geplanten Riederwaldtunnels wird das nachgeordnete Straßennetz über die Anschlussstelle Borsigallee an die A 66 angeschlossen. Diese Anschlussstelle ersetzt die bisherige, provisorische Anschlussstelle Bergen-Enkheim.

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