Al-Wazir: Erste Bauarbeiten

Hessisches Ministerium für Wirtschaft,
Energie, Verkehr und Landesentwicklung
 
Presseinformation
 

Wiesbaden, 15. Dezember 2016
 

Frankfurter Riederwaldtunnel
Al-Wazir: Erste Bauarbeiten möglicherweise schon im kommenden Jahr

Die ersten Bauarbeiten zur Vorbereitung des Riederwaldtunnels können möglicherweise schon im kommenden Jahr beginnen. „Die Planungen und Vorbereitungen sind so weit fortgeschritten, dass möglicherweise schon im Herbst 2017 die ersten Bagger rollen können“, sagte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir am Donnerstag im Hessischen Landtag in Wiesbaden. In einem ersten Schritt sollen drei unterirdische, so genannte Leitungsbrücken (zur Bündelung u.a. von Strom-, Gas- und Internetleitungen) errichtet werden, die zu einem späteren Zeitpunkt in den Deckel des Riederwaldtunnels integriert werden sollen. Die Genehmigung hierfür soll nach Abschluss des noch laufenden Prüfverfahrens Anfang nächsten Jahres erteilt werden.
 
Bereits in diesem Jahr wurden 5,2 Millionen Euro am Autobahndreieck Erlenbruch verbaut. Das Autobahndreieck ist Teil des Gesamtprojekts Riederwald. Der Gesamtkostenrahmen für das kommende Jahr wird für den Weiterbau des Autobahndreiecks und die ersten Bauarbeiten zur Vorbereitung des Riederwaldtunnels voraussichtlich bei mehr als 15 Millionen Euro liegen. „Noch müssen einige planerische und rechtlichen Hürden genommen werden, aber wir sind zuversichtlich, dass uns das gelingt“, so Al-Wazir.
 
Aufgrund einer erneut gestiegenen Bevölkerungsprognose und der Anfang Dezember vom Deutschen Bundestag verabschiedeten Ausbaugesetze auf Grundlage des neuen Bundesverkehrswegeplans werden momentan die Unterlagen für das sogenannte Planänderungsverfahrens Tunnel aktualisiert. „Das wird uns etwas mehr Zeit kosten als ursprünglich veranschlagt“, so Al-Wazir. „Aber natürlich wollen wir die Verkehrssimulationen mit den aktuellsten uns vorliegenden Zahlen durchführen. Mehr Bewohner in Frankfurt bedeutet mehr Ein- und Auspendler und damit mehr Verkehr. Das müssen wir natürlich berücksichtigen. Denn nur so können wir sicherstellen, dass die Strecke leistungsfähig und der Lärmschutz für die Anwohner angemessen dimensioniert wird.“
 
 

HINTERGRUND RIEDERWALDTUNNEL
 
Der Riederwaldtunnel schließt die Lücke zwischen der nach Osten führenden A 66 und der A 661. Die Maßnahme wird die Bewohner in den Stadtteilen Bornheim und Riederwald spürbar von Verkehrslärm entlasten. Das Projekt zieht sich seit mittlerweile 35 Jahren. Die Linienführung wurde bereits im Jahr 1979 festgelegt. Seitdem gab es zahlreiche Planänderungen.
 

HINTERGRUND Verkehrsprognosen
 
Die Planfeststellung aus dem Jahr 2007 beruhte auf der Verkehrsprognose aus 2004 mit Prognosehorizont 2015; sie ging von einem Bevölkerungsanstieg in der Stadt Frankfurt auf rund 710.000 Personen aus. Danach wurde stets von einem Bevölkerungsrückgang ausgegangen. Dies wurde in der Verkehrsprognose aus 2013 mit Prognosehorizont 2025 bestätigt („nur noch“ rund 650.000 Einwohner in Frankfurt). Nachdem klar wurde, dass die Stadt Frankfurt nicht schrumpft, sondern wächst, wurde im September 2015 eine neue Verkehrsprognose mit Prognosehorizont 2030 beauftragt. Dieser Prognose lag eine Bevölkerung von rund 739.000 zugrunde (Quelle: Hessen Agentur März 2015). Zwischenzeitlich zeichnete sich ein weiterer enormer Bevölkerungsanstieg ab, weshalb die Hessen Agentur ihre Zahlen im Mai 2016 auf rund 807.000 Einwohner in Frankfurt nach oben korrigiert hat.
 
 
 

Kontakt: Wolfgang Harms, Pressestelle
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Mail: wolfgang.harms@wirtschaft.hessen.de
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