A 66 Riederwaldtunnel: Europaweite Ausschreibungen der Bauleistungen beginnen

Die europaweiten Ausschreibungen zum Bau des Großprojektes "Riederwaldtunnel" beginnen. Gestartet wird mit dem Tunnelbetriebsgebäude, das zwischen der Flinschstraße und Mergenthalerstraße seinen Standort haben wird. An gleicher Stelle befindet sich auch ein Löschwasserbecken, das gemeinsam mit dem Betriebsgebäude gebaut wird. Der Wettbewerb für die Ausführung der erforderlichen Bauleistungen dieser beiden Teilprojekte wird noch in diesem Jahr gestartet.

Im Zeitraum bis zum Beginn der Bauarbeiten schließt sich die Angebotsphase an, in der die interessierten Bieter ihre Preise für die Bauleistungen kalkulieren. Mit der Abgabe der Angebote beginnt die Wertungsphase, in der die Angebote durch den Vorhabenträger formal, fachlich und rechnerisch geprüft und gewertet werden. Der Zuschlag wird auf das wirtschaftlichste Angebot erteilt.

Mit den Bauarbeiten wird voraussichtlich im III. Quartal 2021 begonnen. Die Bauzeit beträgt ca. 20 Monate. Die Kosten belaufen sich auf ca. 2,1 Mio. €. Entsprechend des Bauablaufes für das Großprojekt Riederwaldtunnel ist eine frühzeitige Fertigstellung dieser beiden Teilprojekte für die Stromzufuhr der Tunnelröhre und die Umverlegung der Stadtbahnlinien U4 und U7 erforderlich. Die Stadtbahn wird während der Bauarbeiten der Tunnelröhre unmittelbar vor dem Betriebsgebäude fahren. In dieser Zeit wäre der Bau des Betriebsgebäudes und der Stromtrasse zur Tunnelröhre nicht möglich.

Im IV. Quartal 2021 schließt sich das Vergabeverfahren für die Tunnelröhre und die westlichen Trogbauwerke an, die bis zum bereits fertiggestellten Zentralbauwerk des künftigen Erlenbruchdreiecks (A 661 / A 66) reichen.
Der Baubeginn für diese Maßnahme erfolgt voraussichtlich im IV. Quartal 2022.
Das dritte große Vergabepaket beinhaltet die östlichen Tröge, die Anschlussstelle Borsigallee und eine Grünbrücke im weiteren Verlauf der A 66.
Mit dem Bauende und der Verkehrsfreigabe des Riederwaldtunnels ist im Jahr 2029 / 2030 zu rechnen. Die Gesamtbaukosten belaufen sich auf ca. 477 Mio. €.

Aktuell laufen vor Ort bereits umfangreiche Vorarbeiten zur Baufeldfreimachung, teilweise wurden diese auch schon abgeschlossen. Zu diesen Vorarbeiten zählen beispielsweise die Kampfmittelsondierung, der Bau der Leitungsbrücken und Entwässerungskanäle sowie die Neuorganisation und Verlegung der Strom-, Gas-, Wasser und Kommunikationsleitungen aus dem zukünftigen Baufeld.

Hintergrund: Der Riederwaldtunnel ist zentraler Bestandteil des 2,2 km langen Lückenschlusses zwischen der A 66, die Frankfurt a. M. mit Hanau und Fulda verbindet, und der A 661, Ostumgehung Frankfurt. Der Riederwaldtunnel wird die Menschen im Stadtteil zukünftig nicht nur erheblich vom Durchgangsverkehr und somit von Lärm und Luftschadstoffen entlasten, sondern darüber hinaus die Straßenraumgestaltung und das Stadtbild deutlich verbessern.
Entlang der Straße „Am Erlenbruch“ werden in Zukunft Radfahrstreifen, Radwege, Gehwege, Grünflächen und Parkstreifen angelegt. Parallel zur Straße wird auch die Trasse der U-Bahn geführt und die Haltestelle „Schäfflestraße“ eingerichtet.
Die Begrünung im innerstädtischen Bereich erfolgt nach Beendigung der Baumaßnahmen mit der Ansaat von Flächen und hochwertigen Strauch-  und Baumpflanzungen.
Mit den umfangreichen Bepflanzungsmaßnahmen und der Neuordnung des Verkehrs – und Aufenthaltsraums im Bereich der Straße „Am Erlenbruch“ werden nicht nur die Eingriffe in Natur und Landschaft kompensiert, sondern vor allem auch das Stadtbild und die Qualität des Wohnumfeldes erheblich aufgewertet.

Grundlage der Bautätigkeiten ist der bestandskräftige Planfeststellungsbeschluss zu der Gesamtmaßnahme Tunnel Riederwald in der Fassung vom 18.12.2019.

Mehr Informationen zum Projekt unter tunnelriederwald.de.

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