Am Schwanheimer Ufer entsteht ein Auenwald

Als landschaftspflegerischer Ausgleich für den Bau des Autobahndreiecks Erlenbruch, des Riederwaldtunnels und der Anschlussstelle Borsigallee wird ein Paket von unterschiedlichen Kompensationsmaßnahmen realisiert. Eine dieser Maßnahmen wird nun zeitnah umgesetzt: Am Schwanheimer Ufer, zwischen der Kreisstraße K 807 und dem Main-Südufer in Höhe der Staustufe Griesheim, wird eine 7,85 Hektar große, intensiv genutzte Grünlandfläche als Auwald aufgeforstet. Diese Maßnahme wurde in einem Planfeststellungsbeschluss von 2007 festgelegt. Die Bepflanzung mit über 20.000 Bäumen und rund 4.500 Sträuchern erfolgt in zwei Abschnitten: Der erste wird noch in diesem Winter realisiert. Der zweite wird nach dem Rückbau der vorhandenen, nicht mehr genutzten Brunnenanlagen im Winter 2016/2017 bepflanzt.   

  

Der Auwald ist ein Wald, der in Überschwemmungsgebieten von Bächen oder Flüssen und auch in Gebieten mit hohem Grundwasserstand zu finden ist. Durch die Dynamik und Kraft des Wassers werden vielfältige Lebensbedingungen für viele verschiedene Pflanzen und Tiere geschaffen. Auwälder zählen zu den artenreichsten Lebensgemeinschaften in Mitteleuropa. Typisch für die am Schwanheimer Ufer anzupflanzende Hartholzaue sind langsam wachsende Harthölzer wie etwa die Esche und die Winterlinde. Die typische Waldgesellschaft der Hartholzaue ist der Eichen-Ulmen-Eschen-Auwald. Dieser ist auch das Ziel der hier anstehenden Kompensationsmaßnahme. 

 

Vor dem Hintergrund der europäischen und deutschen Naturschutzgesetzgebung ist Hessen Mobil verpflichtet jeden Eingriff in den Naturhaushalt grundsätzlich zu vermeiden oder – wenn unvermeidbar – in geeigneter Weise auszugleichen. Gewährleistet wird dies mittels der „Landespflegerischen Begleitplanung“ (LBP). Hier werden die Auswirkungen der Baumaßnahme auf die Umwelt und den Menschen untersucht. Der Landespflegerische Begleitplan regelt, wie etwaige Eingriffe minimiert oder kompensiert werden können.   

 

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Fotos: Hessen Mobil 2015

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